Kunst und Kultur in Oldenburg

Kunst und Kultur in Oldenburg

Mit über 160.000 Einwohner ist Oldenburg nicht nur eine der größten Städte in Niedersachsen, sondern auch ein wichtiges Zentrum der Kultur. Neben einer belebten Theaterlandschaft verfügt die Stadt über zahlreiche Museen. Zudem sind alleine viele der Bauten in Oldenburg aufgrund ihrer imposanten Architektur einen Besuch wert.

Theater in Oldenburg

Oldenburg kann auf eine belebte Theaterkultur verweisen. Sowohl für professionelle Truppen als auch für Amateur-Künstler bietet die Stadt zahlreiche Spielflächen.

Oldenburgisches Staatstheater

Das Oldenburgische Staatstheater entstand 1833 und ist damit das älteste Theater in Oldenburg. Ursprünglich vom Zimmermann Muck aus Holz erbaut, wurde 1881 das Theater im Renaissancestil errichtet. 10 Jahre später sollte es jedoch in einem Feuer völlig zerstört werden. Das wiederaufgebaute Theater wurde 1893 wiedereröffnet. Der neubarocke Stil ist auch heute noch zu bewundern. Heute beschäftigt das Oldenburgische Staatstheater über 450 Mitarbeiter und wird jährlich von über 200.000 Menschen besucht.

August-Hinrichs-Bühne

Ebenfalls von Interesse ist die August-Hinrichs-Bühne. Auf dieser, dem Oldenburgischen Staatstheater angeschlossenen Amateurbühne werden ausschließlich Stücke in niederdeutscher Sprache aufgeführt. Hier werden regelmäßig Stücker lokaler Dichter aufgeführt.

Studenten- und Kleinbühnen

Zusätzlich gibt es in Oldenburg einige Studenten- und Kleinbühnen. Das 1985 gegründete Theater wrede bietet zum Beispiel modernes Theater für Erwachsene und Kinder an. Das freie Theater hof/19 wurde im September 2001 gegründet und ist damit das jüngste Theater in der Stadt. Im neuen Spielort haben 100 interessierte Besucher Platz.

Museen in Oldenburg

In Oldenburg gibt es mehrere Museen zu bewundern. Viele davon gehen auf private Sammlungen der Großherzöge zurück. Jedoch hat auch zeitgenössische Kunst in Oldenburg ihren Platz gefunden.

Landesmuseum Oldenburg

Im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg ist die Dauerausstellung “Kulturgeschichte einer historischen Landschaft” untergebracht. Ein Großteil der Ausstellungsstücke stammt aus der ehemaligen Großherzoglichen Sammlung. Über 800 Ausstellungsstücke zeigen die kulturgeschichtliche Entwicklung Oldenburgs vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Der Standort Augusteum wurde bereits 1856 errichtet und war damit das erste Kunstmuseum des Herzogtums Oldenburg. Heute beherbergt das Augusteum einen Teil der Gemäldesammlung des ehemaligen Großherzogtums.

Landesmuseum für Natur und Mensch

Bereits 1836 wurde von Großherzog Paul Friedrich August das naturhistorische Museum Oldenburg eröffnet. Später wurde es in Landesmuseum für Natur und Mensch unbenannt und beherbergt eine umfassende Sammlung der Pflanzen- und Tierwelt, sowie der Geologie Nordwestdeutschlands. Zusätzlich bietet das Museum zahlreiche archäologische Ausstellungsstücke aus der Umgebung des ehemaligen Herzogtums Oldenburg.

Edith-Russ-Haus

Das Edith-Russ-Haus wurde 2000 eröffnet und bietet einen Ausstellungsort für Medienkunst. Das Museum wurde dank einer Stiftung der Studienrätin Edith Ruß geschaffen. Das Ziel der Stiftung und des Museums ist es, innovative und experimentelle Gegenwartskunst zu fördern.

Oldenburger Computer-Museum

Als eine der wenigen Städte Deutschlands verfügt Oldenburg über ein eigenes Museum, welches der Computer- und Videospielgeschichte gewidmet ist. Das Museum wurde erst 2008 gegründet und zeigt Computerhardware, Software und Arcade-Spiele aus den 70er-, 80er- und 90er-Jahren. Die Ausstellung geht dabei auf die private Sammlung von Thiemo Eddiks zurück.

Beachtenswerte Bauwerke in Oldenburg

Oldenburg war lange der Hauptsitz der Herrscher des Landes Oldenburg und kann damit auf einige beeindruckende Bauwerke verweisen. Beispiele dafür sind das ehemalige Peter Friedrich Ludwigs Hospital, welches 1838 im klassizistischem Stil erbaut wurde. Das Wahrzeichen der Stadt, der Lappan, wurde 1467 als Glockenturm errichtet. Er wurde an die Heilig-Geist-Kirche angebaut (“angelappt”). Später dient der Lappan als Wachturm. Der Lappan-Turm ist eines der wenigen Gebäude, welche den Stadtbrand von 1676 überstanden und gehört damit zu den ältesten, noch stehenden Bauwerken der Stadt. Ebenfalls einen Blick wert ist die Lambertikirche. Mit einer Turmhöhe von über 86 Meter ist es das höchste Bauwerk der Stadt. 1873 erhielt die Kirche einen neuen Westturm im neugotischem Stil. Wer mit dem Zug anreist, steigt in Oldenburg im Oldenburger Hauptbahnhof aus. Das Hauptgebäude wurde 1915 im Jugendstil fertiggestellt. Das sind jedoch nur eine Handvoll der beeindruckenden Bauwerke in Oldenburg. Architekturinteressierte finden in der Stadt zahlreiche weitere Gebäude im neugotischen, neubarocken, klassizistischen Stil und dem Jugendstil.