Die Geschichte von Oldenburg

Die Geschichte von Oldenburg begann im 7. Jahrhundert. An einer Furt über die Hunte entstand eine bäuerliche Siedlung, welche dank der Handelsstraße zwischen Bremen und Jeven schnell zu bescheidenen Wohlstand kam. Die Furt erlaubte einen einfachen Übergang über den Fluss und wurde von Händlern und Reisenden gerne genutzt. Das erste Mal urkundlich erwähnt wurde die Stadt als Aldenburg im Jahr 1108. Zu dieser Zeit wurde von den Grafen von Oldenburg eine Wasserburg zur Zollerhebung errichtet. Die Burg wurde zum Mittelpunkt des örtlichen Lebens. 1345 erhielt Oldenburg das Stadtrecht. Eine ausgedehnte Befestigungsanlage wurde gebaut, welche im Laufe der Jahrhunderte immer weiter ausgebaut wurde.

Herzogtum Oldenburg & Napoleonische Besatzung

1777 erhielt Friedrich August im Zuge eines Ländertausches die Grafschaft Oldenburg, worauf dieser von Kaiser Joseph II. in den Herzogsstand erhoben wurde. Damit wurden Oldenburg und die umliegenden Ländereien zu einem Herzogtum und Mitglied des Heiligen Römischen Reiches. Unter der Herrschaft von Peter Friedrich Ludwig (1785 – 1811) wurde die Stadt im klassizistischen Stil ausgebaut. Zahlreiche Bauwerke, wie das Peter Friedrich Ludwigs Hospital, können noch heute bewundert werden. Während der napoleonischen Kriege wurde Oldenburg von 1811 bis 1813 von französischen Truppen besetzt. Auf dem Wiener Kongress wurde nach dem Sturz Napoleons das Herzogtum wiederhergestellt. 1867 war es mit dem unabhängigen Herzogtum vorbei, als Oldenburg dem Norddeutschen Bund beitrat. Unter preußischer Führung wurde Oldenburg Teil des ersten deutschen Bundesstaates.

1. und 2. Weltkrieg

Wie die meisten Städte auf deutschem Boden blieb auch Oldenburg vor den größten Schrecken des Ersten Weltkriegs weitgehend verschont. Das Stadtgebiet diente als wichtiges Heerlager. Viele der Freiwilligen, die in Oldenburg aufmarschierten, sollten nicht aus dem Krieg zurückkehren. 1918 dankte der letzte Großherzog von Oldenburg, Friedrich August, ab. Ein Jahr später wurde mit der Ausrufung der Weimarer Republik, Oldenburg zur Landeshauptstadt des Freistaates Oldenburg. Im zweiten Weltkrieg blieb Oldenburg zwar weitgehend unversehrt, dennoch wurden bei Luftangriffen zahlreiche Gebäude, darunter die Georgenvilla, zerstört. Nach dem Krieg war Oldenburg Teil der britischen Besatzungszone. 1946 wurde die Stadt und das Land Oldenburg Teil des neuen Bundeslandes Niedersachsen.

Nachkriegszeit und jüngste Geschichte

1967 wurde in Oldenburg eine der ersten Fußgängerzonen Deutschlands errichtet, nachdem man Teile der Altstadt umgestaltet und modernisiert hatte. Oldenburg wurde zu einem regionalen Finanzplatz und erhielt unter anderem eine Zweigstelle der Deutschen Bundesbank. 1973 wurde die Carl von Ossietzky-Universität gegründet. Heute hat die Universität über 13.000 Studierende und zählt über 2.200 Mitarbeiter. 2009 wurde die Stadt als Stadt der Wissenschaft ausgezeichnet.